XLS Medical Erfahrungen: Fettbinder & Kohlenhydratblocker

Seit der Markteinführung in Deutschland Ende 2011 wächst zunehmend das Interesse an glaubhaften Erfahrungen mit XLS Medical. Die anfängliche Verunsicherung ist kaum verwunderlich, wenn man sich die zahlreichen negativen Schlagzeilen diverser Diätpillen aus der Vergangenheit in Erinnerung ruft. Das finale Urteil über dieses Präparat fällt in unserem Test glücklicherweise etwas anders aus.

Wie fallen aktuelle XLS Medical Erfahrungen aus?

Das XLS Medical Sortiment umfasst drei einzeln erwerbbare Produkte mit einem jeweils eigenen Wirkungsprinzip. Was auf den ersten Blick etwas verwirren mag, entpuppt sich bei genauer Sichtung als scheinbar interessante Möglichkeit zur Anpassung des eigenen Kalorienhaushalts:

  1. Der XLS Medical Fettbinder macht sich die Inhalte der Feigenkakteen zunutze. Deren Wirkstoffe absorbieren Herstellerangaben nach bis zu 27 Prozent aller Fette, die mit der Nahrung aufgenommen werden.
  2. Mit dem XLS Medical Kohlenhydratblocker sagt man entsprechend einer anderen Sorte Energieträger den Kampf an. Ein hochkonzentrierter Glykoprotein-Komplex stellt die Basis und spricht insbesondere Freunde des Low Carb Prinzips an.
  3. Als dritter Vertreter im Sortiment findet sich ein Appetitmanager, der im Magen sein Volumen um den Faktor 50 erhöht und so Hungergefühle und Zwischenmahlzeiten unterdrücken soll.

Der Hersteller macht keinen Hehl aus der Tatsache, dass die Kombination dieser drei Angebote durchaus Sinn macht und für eine möglichst effektive Wirksamkeit notwendig scheint. Schließlich bestehen unsere täglichen Mahlzeiten selbst bei einer einseitigen Ernährung aus verschiedenen Nährstoffen, die eine vielschichtige Kalorienzufuhr zur Folge haben. Ein Umstand, an dem das Konkurrenzprodukt Formoline L112 im Test scheiterte.

Natürlich erhöht sich auf diese Art und Weise auch der Verkaufsumsatz, was sicherlich ein nicht ganz ungewollter Nebeneffekt sein dürfte. Der Preis von 20 Euro für eine Packung mit 60 Tabletten (Quelle: amazon) ist bei allen drei Angeboten identisch und im Hinblick auf den Konsum von vier bis sechs Stück pro Tag wirklich happig. Das wäre allerdings bei erfolgreichen Ergebnissen noch zu verschmerzen.

Eine Studie reicht nicht für einen XLS Medical Erfahrungsbericht

"Bis zu drei Mal schnelleres Abnehmen" – ein wohlklingender Slogan, mit dem XLS Medical eine Zeit lang im Fernsehen warb. Die Grundlage für diese Aussage ist eine einzige Studie, in der übergewichtige Teilnehmer in zwei Gruppen über drei Monate Tabletten mit und ohne Wirkstoff ausprobierten. Zusätzlich standen sportliche Aktivitäten, eine Ernährungsberatung sowie ein kalorienreduzierter Diätplan auf dem Tagesprogramm.

Dass zwei der vier Forscher beim malaysischen Pharmakonzern InQpharm angestellt sind, hinterlässt ebenfalls einen seltsamen Beigeschmack. Das Unternehmen ist schließlich erst für die Entwicklung des Wirkstoffes verantwortlich und vertreibt diesen unter dem Namen Liposinol. Die belgische Firma Pharma Omega erwarb eine entsprechende Lizenz für den Vertrieb in Europa und verkauft mit Hilfe einer deutschen Agentur das Präparat hier nun als XLS Medical. Es lohnt sich also immer mal wieder hinter die Kulissen zu schauen.

Gemischte Erfahrungen in Foren und Bewertungsportalen

Bereits eine Woche nach Verkaufsstart fanden sich einigen Foren zahlreiche Lobeshymnen auf den XLS Medical Fettbinder. Fünf Kilogramm Gewichtsverlust und mehr schienen (ganz im Gegensatz zur Studie) im Schnitt pro Woche Alltag zu sein. Betrachtete man die Profile dieser begeisterten Nutzer allerdings genauer, handelte es sich in fast allen Fällen entweder um Gastbeiträge oder erst kürzlich registrierte Mitglieder.

Wir wagen einfach mal die Glaubwürdigkeit dieser Berichte anzuzweifeln. Enttäuschte Kunden machten ihrem Frust hingegen in Blogs und Foren Luft:

Ein Appetitmanager ohne Wirksamkeit, keinerlei Effekt in Bezug auf das Gewicht und ein undurchsichtiges System, wann welche Tablette die richtige Wahl ist. Wieder einmal scheitert ein Wundermittel auf kolossale Art und Weise!

Ein grundsätzliches Problem ist das falsche Verständnis der Anwender: XLS Medical kann nicht mehr als eine Unterstützung bei einer Diät sein, die in diesem Fall aus einer Ernährungsumstellung und Sport bestehen sollte. Das alleinige Konsumieren von zwei oder drei Tabletten zu einer Mahlzeit reicht nicht aus, um nachhaltig Gewicht zu verlieren. Auch bei einer fettreduzierten Nahrungsaufnahme bleiben unerwünschte Polster am Körper bestehen.

Mahlzeiten entscheiden über die richtige XLS Medical Anwendung

Für den Kohlenhydratblocker gilt ähnliches, denn auch hier genügt die Kalorienreduktion ohne zusätzliche Einschränkungen nicht, um abzunehmen. Das Präparat hemmt die Aufnahme außerdem nur bei Mehrfachzuckern (Kartoffeln, Nudeln, Brot und Reis), wohingegen Monosaccharide in Zucker, Süßigkeiten, Schokolade oder Backwaren unbeeinflusst bleiben. Wer also den Tablettenkonsum nicht seinen Mahlzeiten anpasst, zieht keinerlei Vorteile aus den Wirkstoffen.

Nebenwirkungen in verminderter Form

Mit Grauen mag sich mancher an die Berichte über unangenehme Fettstühle, Durchfall und Verdauungsprobleme erinnern, die mit der Anwendung eines Fettbinders fast immer einhergehen. In diesem Fall können wir solche Phänomene auch nicht ausschließen. Trotzdem hält sich die Anzahl der Beschwerden noch in Grenzen.

Der Kohlenhydratblocker verursacht laut einiger XLS Medical Tests gelegentlich Blähungen, Bauchschmerzen sowie einen häufigeren Gang zur Toilette. Letzteres entfällt beim Appetitmanager, jedoch sind Völlegefühle und eventuelle Magenbeschwerden weitere unschöne, aber auch nur gelegentliche Begleiterscheinungen.

Nebenwirkungen bei der Einnahme

Insgesamt ist die Verträglichkeit jedoch als gut zu bewerten, da es keine Gefahren in Bezug auf allergische Reaktionen gibt. Vorsicht ist allerdings im Umgang mit der Pille geboten, da der Fettbinder ihre Wirkung beeinträchtigen kann. Ein zeitlicher Abstand von vier Stunden sollte als Sicherheitsvorkehrung jedoch ausreichen.

Abschließende Bewertung: Als alleiniger Ansatz keine Lösung zum Abnehmen

Eine wichtige Aussage muss jedem XLS Medical Test vorangehen: keines der drei Produkte ist ohne Eigeninitiative ein effizienter Weg zu einer Gewichtsreduktion. Der Hersteller unterstreicht die Idee einer lediglich unterstützenden Wirkung sogar selbst, was in unserer Zeit keine Selbstverständlichkeit ist. Als aktuelles Negativbeispiel möchten wir dazu Nuvoryn hervorheben. Wer keinen Diätplan für sich konzipiert, seine Ernährung nicht anpasst und keinen Sport betreibt, hat weiterhin mit Tabletten von Beginn an verloren und nur hohe Kosten.

Trotz Empfehlungen auf Basis einiger Angaben zur Ernährungsweise, finden wir eine korrekte Anwendung der Tabletten für Laien schwierig. Gerade bei bunten Gerichten mit Fleisch und verschiedenen Beilagen ist nicht immer eindeutig, welches Mittel aus der Reihe sich nun am ehesten lohnen würde. So bleibt die Gefahr bestehen, dass Wirkstoffe einfach verpuffen, weil der entsprechende Kalorienträger in der Mahlzeit kaum vorhanden war. Wer generell auf wenig Fett und Kohlenhydrate achtet, darf sich den Kauf getrost sparen.

Ein rasanter Gewichtsverlust ist auch bei korrekter Anwendung nicht zu erwarten. Die Ergebnisse der Studie verweisen im Schnitt auf knappe vier Kilo in drei Monaten bei starkem Übergewicht, wenn eine kalorienarme Ernährung und sportliche Betätigung regelmäßig einfließen. Da leisten alternative Konzepte zu ähnlichen oder geringeren Kosten unserer Ansicht nach mehr, ohne dass der Verbraucher so stark gefordert wird.

In der Summe platzieren die Ergebnisse der bisherigen XLS Medical Erfahrungen das Angebot im Mittelfeld aktueller Diätprodukte.

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