Wasser vor einer Mahlzeit trinken: Was taugt der Diät-Tipp wirklich?

Vor dem Essen ein Glas Wasser trinken - ein Satz mit Kultcharakter in vielen Diätbüchern. Doch wie effektiv wirkt sich der Ratschlag wirklich auf die Gewichtsabnahme aus? Ein Berliner Forschungsteam untersuchte dazu bisherige Studien und zieht nun vorsichtig Bilanz.

Wassertrinken als Diäthilfe

Eine positive Wirkung ist vorhanden

Wer mit dem Wassertrick etwas Gewicht einsparen möchte, sollte vor jeder Mahlzeit einen halben Liter trinken. Das klingt grundsätzlich schon für viele als nicht zu schaffen, gilt allerdings als Maßregel für eine echte Wirkung bei einer Diät. Tatsächlich entdeckten Wissenschaftler der Berliner Charité bei ihrer Recherche 13 Studien, die Hinweise auf Erfolge lieferten.

Die Suche in über 5000 Dateneinträgen ergab außerdem zwei Publikationen, in denen Teilnehmer am Ende ihrer dreimonatigen Kur ein bis zwei Kilogramm mehr an Gewicht verloren. Das Ergebnis sorgt nicht für offene Münder oder großes Erstaunen, belegt aber auf wissenschaftlicher Ebene endlich die oft in Low Carb-Ernährungsformen propagierte These.

Als Allzweckmittel oder alleiniger Ansatz ungeeignet

Wer sich jedoch alleine auf seinen Wasserkonsum verlässt, erreicht keine nennenswerten Erfolge. Der Effekt betrifft primär Personen in einem Alter über 50 Jahre. Diese reduzieren unbewusst ihre Kalorienaufnahme durch das Trinken. Jüngere Probanden konsumierten jedoch die gleiche Anzahl und hoben die Wirkung auf.

Das persönliche Sättigungsgefühl lässt sich nicht unbedingt durch Studien belegen. Sorgt ein Glas Wasser für eine Verringerung des Hungergefühls, eignet sich die Methode als Ergänzung und zusätzliche Motivation. Zwingen sollte sich jedoch niemand, das eigene Wohlgefühl steht auch bei den täglichen Mahlzeiten im Zentrum des Lebens.

Quelle: www.rp-online.de

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